Klettern in der freien Natur, das lieben viele Kinder. Auch Erwachsene möchten manchmal an ihre Grenzen gehen und erproben, wie geschickt sie denn nun wirklich sind. Seit April 2008 gibt es in Kaltern am Kalterer See den Hochseilgarten, der sich Abenteuerpark nennt. Er befindet sich im Wald in der Sportzone St. Anton direkt neben der Straße, ist also sofort zu sehen. Unter hohen Buchen und Fichten, die mit ihrem grünen Laub- und Nadeldach angenehmen Schatten spenden, kann über Netze geklettert, balanciert, mit Schwung gerutscht und gekraxelt werden. Geschützt mit Helm und Seil und mit Hilfe genauer Anleitungen „arbeitet“ man sich durch die Bäume. So wird jedes Risiko vermieden und dem Spaß sind keine Grenzen gesetzt. Sieben Parcours, insgesamt 62 Elemente in verschiedenen Höhen und 12 Flying Fox Rutschen klingen nach Abwechslung und Herausforderung. Lassen wir uns überraschen, der Abenteuerpark wird natürlich getestet
! Viele Menschen aus der näheren Umgebung wie Tramin oder Eppan haben damit schon begonnen.
Abenteuer „Klettern“ in Kaltern
Wildkräuter in Lana und Umgebung
„Wildkräuter – einheimisch und gsund“, so bezeichnet sich das Projekt, das die Landesräte Berger und Widmann am 16. April 2008 in Bozen präsentierten. Landwirtschaft, Schule, Gastronomie und Wirtschaft arbeiten bei diesem Projekt Hand in Hand. Darüber freuen sich die Präsentatoren besonders. Hier wurde eine Nische entdeckt, die für manchen Landwirt einen Zusatzerwerb bedeuten könnte. Die bewusste und natürliche Ernährung steht beim Konsumenten nämlich immer mehr im Vordergrund. Außerdem unterstreicht diese Initiative die Idee des Genusslandes Südtirol.
Acht Restaurants werden von 2. bis 18. Mai im Rahmen von „Wildkräuter – einheimisch und gsund“ in Tisens, Lana, Völlan, Burgstall und Tscherms Gerichte aus und mit Wildkräutern anbieten.
In der Fachschule Frankenburg wurde den Kochkünstlern das dafür notwendige Know How vermittelt. Die Koordination des Projekts übernimmt die eben genannte Schule. Direktorin Mechthild von Spinn erzählt außerdem von Kriterien, die erarbeitet wurden, um die Frische, Qualität und gesundheitsfördernde Wirkung der Kräuter zu gewährleisten. Da schmeckt doch alles gleich viel besser!
Die ladinische Sprache in Alta Badia
Wussten Sie schon, dass die ladinische Sprache neben dem Saterfriesischen, dem Nordfriesischen, dem Färöischen, dem Samischen und dem Bündnerromanischen mit 30.000 Menschen ladinischer Muttersprache zu den „kleinsten“ Sprachen Europas gehört. Es ist eine romanische Sprache, die im Norden Italiens gesprochen wird, auch in Alta Badia im Westen Südtirols. Alta Badia besteht aus den Gemeinden Abtei, Wengen und Corvara und in allen dreien wird zum Großteil ladinisch gesprochen. Die ladinische Sprache wird in der Region Trentino/Südtirol auch im restlichen Gadertal, im nahen Fassatal, im Grödnertal verwendet.
Außerdem spricht man sie in der Provinz Belluno, in der Region Venetien, im Tal von Buchenstein und zu 40% auch in Cortina d’Ampezzo. Doch jede Zone hat in Aussprache und Schrift ihre Eigenheiten, wie eben auch die verschiedenen Dialekte der deutschen Sprache in Südtirol.
Waalwege bei Algund
Es ist nicht etwa so, dass Südtirol plötzlich am Meer liegt und der Name irgendwas mit Walen zu tun hat. Ganz wichtig: Dieses Wort schreibt man mit zwei „a’s“. Die Waalwege stammen aus längst vergangenen Zeiten, als die Bauern Südtirols in wasserarmen Gegenden kreativ werden mussten. Sie leiteten das kostbare Nass in kleinen Rinnen von den Bergen hin zu den Feldern und Wiesen.
Vor einigen Jahrhunderten wurden also diese Erdkanäle gegraben oder die steinernen Rinnen in den Fels geschlagen. An ganz waghalsigen Stellen bauten die Männer sogar Holzrinnen, die „Kandeln“, die sie in den Felsen befestigten.
Im Vinschgau, der trockensten Zone Südtirols, wurden die Waale schon um 1290 erwähnt. Damals hießen sie „aquale“.
Entlang dieser Wasserrinnen, die heute nicht mehr benutzt, aber wegen ihrer Schönheit doch liebevoll gepflegt werden, gibt es Wege, die sehr gerne als Wanderwege genutzt werden. Solche Wege gibt es unter anderem in Partschins, in Naturns und in Rabland. Einer der schönsten jedoch befindet sich in Algund bei Meran. Hier sind manche Aussichtspunkte sehr beeindruckend. Ein Blick auf das gesamte Etschtal belohnt die Wanderer für ihre Mühen.

