Überetscher Tram: Kosten zu hoch

Rittnerbahn als Beispiel

Rittnerbahn als Beispiel

Schon seit einiger Zeit diskutieren die Gemeinden Kaltern, Eppan und Bozen über den Bau der Überetscher Bahn. Eine Tram soll es werden, das ist nun sicher. Und notwendig ist sie auch, denn jeden Tag schlängelt sich eine Autokolonne von durchschnittlich 20.000 Autos durch die Straße zwischen dem Überetsch und der Landeshauptstadt. Der Boden, auf dem gebaut werden soll, wird von den Gemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die technische Umsetzung ist ohne weiteres möglich. Es stockt bei der Finanzierung. Die Kosten für die Bahn belaufen sich nach ersten Berechnungen auf 200 bis 300 Millionen Euro. Und das ist viel Geld. Die Landesregierung setzt zumindest andere Prioritäten und glaubt, diese Summe für das genannte Projekt nicht aufbringen zu können. Nun wollen die Politiker das Projekt genauer überprüfen lassen und Kosten und Aufwand nochmal berechnen. Sie sind sich sicher, eine Kostensenkung ist möglich. Dafür geben sie das Geld nun für diese Überprüfung aus…

Veröffentlicht in:  on August 28, 2008 at 9:30 Kommentar schreiben
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Sexten – High-tech im Naturpark

Machmal ist es lustig, welche Meldungen es in die Lokalmedien schaffen. All das, was passiert, wird detailliert beschrieben. Gerade habe ich folgendes erfahren – der Titel ist doch schon mal vielversprechend: Neuartige Trocken-WC-Anlage im Naturpark Sextner Dolomiten
„Landro im Höhlensteintal ist einer der meistbesuchten Orte im Naturpark Sextner Dolomiten. Dies deshalb, weil man hier einen einmaligen Ausblick auf die Drei Zinnen genießen kann. Damit dieser Genuss möglichst nicht gestört wird, hat das Landesamt für Naturparke hier eine neuartige Trocken-WC-Anlage in Betrieb genommen…“
Damit der Genuss möglichst nicht gestört wird… elegant umschrieben!

„Die in Landro errichtete Trocken-WC-Anlage ist in Konzeption und Bauweise EINZIGARTIG in Südtirol und muss derzeit ihre Feuertaufe bestehen. Das System ähnelt den WC-Anlagen vergangener Jahrhunderte“. (Damit ist wohl das so genannte Plumpsklo gemeint). „Allerdings mit dem Unterschied, dass die anfallenden Fäkalien in einem unterirdischen, mit Wasser gefüllten Behälter aufgefangen werden. Entstehende Gerüche entweichen über den eingebauten Kamin, was dafür sorgt, dass es im WC selbst zu keiner Geruchsbelästigung kommt. Der Sammelbehälter wird nach Notwendigkeit entleert, die flüssigen Fäkalienreste werden in der Kläranklage entsorgt.“ Aha, wirkt also, bevor Geruch entsteht ;-)

„Die WC-Anlage entstand nach dem Vorbild anderer Nationalparkverwaltungen. An der Verwirklichung dieses Projekts waren neben dem Landesamt für Naturparke und dem Forstinspektorat Welsberg (Erdbewegungsarbeiten, Gestaltung Innenraum) auch die Firma Kammerer Tankbau aus Kiens (unterirdischer Sammelbehälter) sowie die Spenglerei Messner Robert aus Antholz (Kamin und Urinal) beteiligt.“ Wie man sieht, wurde die örtliche Wirtschaft bei dem Projekt mit eingebunden.

„Im Landesamt für Naturparke hofft man, dass die neue Trocken-WC-Anlage von den Besuchern angenommen wird. Um dies zu fördern, sorgt die Gemeinde Toblach für die kontinuierliche Wartung und Säuberung der Anlage.“

Damit wäre wohl alles gesagt.

Veröffentlicht in:  on August 23, 2008 at 5:24 Kommentar schreiben
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„Weltuntergang“ auch in Südtirol?

Bisher wähnten wir uns in einem gelobten und vor allem verhältnismäßig geschützten Land. Südtirol wurde zwar von Katrastrophen heimgesucht, die sich aber im Verhältnis zu Naturereignissen in anderen – meist weit entfernten – Ländern, sehr in Grenzen hielt.

Doch seit dem heurigen Sommer sehe ich das etwas anders. Der Klimawandel macht sich bei uns in dieser Zeit besonders bemerkbar. Die Unwetter nehmen Ausmaße an, die wir selten erlebt haben. Hagel hat bereits in Unmengen Obstwiesen, Weingärten und sogar Fensterscheiben zerstört. Und die Mengen an Wasser, die uns der Himmel schickt, erstaunen uns immer wieder. Kombiniert mit Sturm und natürlich dem obligatorischen Hagel leisteten die Unwetter gestern wieder im Westen Südtirols ganze Arbeit. Vor allem in Prad am Stilfser Joch waren die Wehren im Einsatz. Feuerwehrmänner aus Gomagoi, Mals, Prad und Lichtenberg hatten alle Hände voll zu tun. Die Wolken zogen dann weiter in Richtung Meran und hinterließen in Eyrs und Tanas ihre Spuren. Die Staatsstraße bei Rabland und Töll wurde von Schlamm und Geröll überschwemmt, aber bereits in der Nacht für den Verkehr freigegeben. Natürlich war Stromausfall in Rabland und Tabland auch mit im Spiel. In der Landeshauptstadt Bozen machen sich die beeindruckend heftigen Unwetter ebenfalls immer besonders zerstörerisch bemerkbar. Innerhalb von zwei Stunden hatten die Stadtfeuerwehren 20 Einsätze zu bewältigen. Eine Sturmböhe um ca. 21 Uhr riss Baumreihen um.

Damit nicht genug: Die Straße zum Karerpass in der Zone Rosengarten-Latemar wurde von einer Mure versperrt und musste deshalb ebenfalls gesperrt werden.

Es schleicht sich das Gefühl ein, dass der „Weltuntergang“ auch in Südtirol nicht mehr weit ist.