Urlaub am Bauernhof – Urlaub mal anders

Vor kurzem berichtete das Hamburger Magazin Stern über eine andere Art von Auszeit: Freiwillige Arbeitseinsätze auf Südtiroler Bergbauernhöfen. Das von einem eigenen Trägerverein unterstützte Programm vermittelt interessierte, hilfsbereite Menschen Freiwilligeneinsätze – ein Urlaub der anderen Art. Zwar ist dabei nicht gerade an Entspannung zu denken, doch gerade diese Art der Auszeit interessiert immer mehr Leute. Man hilft einer Familie, die es schwer hat und kann mit der Natur und dem landwirschtaftlichen Leben in enster Berührung stehen. Man wird Teil der Familie – genau das sind Wünsche, die immer mehr Menschen suchen und dafür gerne eine Kraftanstrengung in Kauf nehmen.

Wer einen „klassischen“ Urlaub auf dem Bauernhof in den Bergen sucht, aber nicht an harter Arbeit, sondern Entspannung in der Natur interessiert ist, dem sei es empfohlen, beim Roten Hahn nach Informationen zu suchen. Südtirol bietet dabei ganz unterschiedliche Arten von Uadb an: Im Überetsch und an der Südtiroler Weinstrasse befinden wir uns in der Talsohle und an deren Hängen inmitten von Obst- und Weingärten – ideal für Weinreisen. In den höher gelegenen Gebieten – z.B. im Ahrntal – kann man hingegen einen Urlaub auf dem Bergbauernhof mit Tierhaltung genießen.

Veröffentlicht in: on Juli 9, 2009 at 9:16 Kommentare (1)

Intensive Gaumenfreuden in Meran

Das gab es schon mal im letzten Jahr und heuer sollen einige Menschen wieder die einzigartige Möglichkeit bekommen, ihren Geschmackssinn besonders ausgeprägt zu erfahren. Blinde Kellner werden wieder an einem ausgewählten Ort in vollkommener Dunkelheit ein exquisites Menü servieren. Und die Gäste können sich ohne Ablenkung und in totaler Konzentration auf die Erlebnisse ihrer Geschmacksnerven einlassen. Als Eventdinner bezeichnen die Macher dieses Dinner in the Dark, die einen nennen es ein neues Abenteuer, die anderen fragen sich, was da an (komischen) Ideen wohl noch kommen wird. Auf jeden Fall ist dies eine sehr kreative Art, einen Abend zu gestalten. Der Clou sind die Kellner, die sich in der Finsternis trotzdem perfekt zurechtfinden, da sie nichts anderes kennen. Und weil in der Küche das Licht sehr wohl brennen darf, werden die Speisen hervorragend munden… In Meran im Plantitscherhof hat man bereits im März und wird man wieder im April ein solches Dinner organisieren. Hier kann man sich informieren.

Veröffentlicht in: on März 2, 2009 at 9:15 Kommentar schreiben

Tramin im Freudentaumel

Arme Zigeuner beim Egetmannumzug

Arme Zigeuner beim Egetmannumzug

Es ist eigenartig, aber sobald die Weihnachtsfeiertage vorüber sind, ist es, als hätte der Frühling bereits begonnen. Zwar lässt uns im Süden Südtirols die Kälte diese Ansicht sehr bald vergessen, aber das neue Jahr und der sehr frühe Winterschlussverkauf machen, dass wir den wärmeren Jahreszeiten entgegenfiebern. Außerdem ist jetzt „Urlaubsbuchungszeit“!

Doch zwischen Sommer, Sonne, Strand und den Skipisten liegen noch einige Festlichkeiten, die wir eigentlich auch nicht missen möchten. Da wäre z.B. der Egetmann – Umzug in Tramin oder der Fastnachtsumzug in Auer und Leifers oder überhaupt die fröhlichen Wochen, an denen man sich verkleidet und den Fasching, Karneval oder wie er auch immer heißt mehr oder weniger freudig lebt. Das besonderste Schmankerl in dieser lustigen Zeit aber ist der Umzug in Tramin, der weniger dem zur Schau – Stellen dient, als vielmehr der Selbstdarstellung und dem Zweck, ordentlich zu feiern. Alle zwei Jahre (ungerade Jahreszahl) am Faschingsdienstag, also heuer am 24. 2. 2009 um 13 Uhr, legen die Traminer Männer los. Die Männer wohlgemerkt, die Frauen dürfen zusehen. Der Egetmannumzug aber ist nur der Höhepunkt einer mehrwöchigen Feier, die den ganzen Fasching – seit 11. 11. um 11:11Uhr – hindurch gelebt wird. Entsprechend wohlgelaunt sind die Teilnehmer an diesem Tag und entsprechend durchhaltevermögend darf das Publikum an diesem Nachmittag sein. Denn die Menschen strömen immer wieder und trotzdem zu diesem berüchtigten Ereignis, das urig und manchmal auch erschreckend rücksichtslos wirkt. Eines erreicht der Umzug aber garantiert: Ab diesem Zeitpunkt beginnt im Süden Südtirols der Frühling!

Manche Menschen bauen das Ereignis auch in ihren Urlaub ein:

Hotel Bozen

Veröffentlicht in: on Januar 7, 2009 at 10:14 Kommentar schreiben

Die ladinische Sprache

Südtirol besitzt in Italien eine Sonderstellung. Die Bevölkerung spricht deutsch und ist damit eine Sprachenminderheit im großen Staat. Doch damit nicht genug. Nach dem System der russischen Matrjoschka gibt es im „hl. Land“ Südtirol eine weitere sprachliche Minderheit, die auf ihre Tradition und Kultur sehr bedacht ist. Im Grödnertal und im Gadertal, aber auch im Fassatal im Trentino, in Buchenstein und Cortina d’Ampezzo (Belluno) spricht man außer deutsch und/oder italienisch auch ladinisch.

Eine Tatsache, die sich in Südtirol auch auf die Mentalität der Grödner und Gadertaler Bürger auswirkt. Das Ladinische entstand in der Zeit, als der römische Feldherr Drusus mit seinen Mannen nach Norden herauf zog und sich auch in Südtirol niederließ. Nun entstand eine Mischung aus der römischen und der altkeltischen (rätischen) Kultur, die ladinische Sprache war geboren. Mehrere Spracheinflüsse konnten den Erhalt des Ladinischen in den Tälern der Dolomiten, die oben genannt wurden, nicht beeinflussen. Übrigens findet man die Sprache auch im Friaul und im schweizerischen Graubünden.

Die Sprache enthält je nach Beeinflussung auch verschiedene Wörter, aus dem Deutschen bzw. Italienischen abgeleitet. Insgesamt werden im Südtirol und Trentino fünf Idiome (Mundarten) gezählt: das Maréo/Badiot (Ennebergisch/Abteitalisch, das Gherdëina (Grödnerisch), Fascian (Fassanisch), Anpezan (Ampezzanisch) und das Fodom (Buchensteinisch).

Ladinisch wird von einer der kleinsten Sprachgruppe Europas gesprochen und in Gröden z.B. auch in der Schule unterrichtet.

Veröffentlicht in: on November 12, 2008 at 10:32 Kommentar schreiben
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Ursprung der Weihnachtsmärkte

Die Menschen waren früher nicht so mobil wie heute und deckten sich auf den Märkten vor Weihnachten mit Nahrungsmitteln und Kleidung ein. Irgendwann kam dann der Schmuck für das Fest hinzu. Heute gibt es alles, was ein Herz begehren kann und beinahe nichts, was man unbedingt zum Leben braucht. Doch Christbaumschmuck, Krippenfiguren, Weihnachtsbäckerei und Co. genügen nicht mehr.

Da die Weihnachtsmärkte in Südtirol allein schon fünf an der Zahl sind, die kleineren haben wir hier gar nicht mitgezählt, dürfen sich die Organisatoren immer wieder neue Rahmenveranstaltungen ausdenken, um dem verwöhnten Publikum Neues und Anziehendes zu bieten.

Die Lockmittel am Weihnachtsmarkt in Brixen sind für die Kinder gedacht. Sogar ein Dampfkarussell steht für fröhliche Stunden zur Verfügung. Eine Keksbackstube auf dem Weihnachtsmarkt in Meran (seit 1992) ist vor allem für kleine Naschkatzen gedacht und natürlich für junge Konditoren, die zu Hause der Mutter zur Hand gehen möchten.

Das Musikprogramm des Bozner Advents auf dem Christkindlmarkt in Bozen ist für die Ohren und die Seele der Großen bestimmt und auf dem Weihnachtsmarkt in Bruneck wird ein Kasperletheater und kurz vor Weihnachten eine „Lebende Krippe“ den Nachwuchs erfreuen. Übrigens ist der in Bozen 1990 erstmals veranstaltete Markt der erste und größte Italiens.

Der Weihnachtsmarkt in Sterzing ist allein schon mit Dom und Zwölferturm eine besondere Attraktion, stehen den anderen mit Überraschungen aber in nichts nach.

Große Vorbilder sind natürlich die Christkindlmärkte in Innsbruck und München, Nürnberg ecc..

Mal sehen, wo der Wettbewerb in den nächsten Jahren enden wird…

Für alle, die eine oder mehrere Nächte in der Nähe eines Weihnachtsmarktes in Südtirol verbringen möchte: Südtirol Hotel

Veröffentlicht in: on Oktober 22, 2008 at 9:35 Kommentar schreiben
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Notlandung in Meran

Es hätte in einer Katastrophe enden können: Zwischen zwei Pferderennen musste am Montag am berühmten Rennplatz in Meran ohne Vorwarnung ein Kleinflugzeug notlanden. Kurz vor 18 Uhr setzte die Cessna, die über dem Vinschgau einen Motorschaden meldete, auf dem Gras des grünen Platzes auf und blieb mitten auf einer Bahn stehen. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten, da die laufende Veranstaltung gerade pausierte und keine Menschen oder Tiere auf dem Platz waren. Laut Angaben des Pilots hatte der Flughafen Bozen über Funk als Notlandeplatz den Rasen am Rennweg empfohlen, ohne zu ahnen, dass gerade eine Veranstaltung lief.

Veröffentlicht in: on Mai 13, 2008 at 6:54 Kommentar schreiben
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Wildkräuter in Lana und Umgebung

„Wildkräuter – einheimisch und gsund“, so bezeichnet sich das Projekt, das die Landesräte Berger und Widmann am 16. April 2008 in Bozen präsentierten. Landwirtschaft, Schule, Gastronomie und Wirtschaft arbeiten bei diesem Projekt Hand in Hand. Darüber freuen sich die Präsentatoren besonders. Hier wurde eine Nische entdeckt, die für manchen Landwirt einen Zusatzerwerb bedeuten könnte. Die bewusste und natürliche Ernährung steht beim Konsumenten nämlich immer mehr im Vordergrund. Außerdem unterstreicht diese Initiative die Idee des Genusslandes Südtirol.

Acht Restaurants werden von 2. bis 18. Mai im Rahmen von „Wildkräuter – einheimisch und gsund“ in Tisens, Lana, Völlan, Burgstall und Tscherms Gerichte aus und mit Wildkräutern anbieten.

In der Fachschule Frankenburg wurde den Kochkünstlern das dafür notwendige Know How vermittelt. Die Koordination des Projekts übernimmt die eben genannte Schule. Direktorin Mechthild von Spinn erzählt außerdem von Kriterien, die erarbeitet wurden, um die Frische, Qualität und gesundheitsfördernde Wirkung der Kräuter zu gewährleisten. Da schmeckt doch alles gleich viel besser!

Veröffentlicht in: on April 18, 2008 at 11:42 Kommentar schreiben

Seilbahnen in Südtirol

Während Materialseilbahnen bereits seit langem eingesetzt werden, ist die Geschichte der Seilbahn für den Personentransport noch relativ jung. Der aus Lana in Südtirol stammende Luis Zuegg zählt zu den Pionieren des modernen Seilbahnbaus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Luftseilbahnen in Bozen (auf den Kohlerer Berg) und in Lana (auf das Vigiljoch) eröffnet. Beide sind heute noch in Betrieb und wurden letzthin modernisiert. Auch bei den Standseilbahnen findet sich in Südtirol eine der ersten erbauten Strukturen: Es ist die Mendelbahn, die den Ort Kaltern in Südtirol in wenigen Minuten mit der rund 850 m höher gelegenen Gemeinde Ruffrè in der Region Trentino verbindet und dabei Steigungen von bis zu 65% schafft. Der Seilbahnbauer Leitner AG aus Südtirol ist heute eines der führenden Unternehmen im Seilbahnbau. Jüngst hat der in Sterzing ansässige Betrieb ein völlig neues Verkehrsmittel entworfen: Die Mini-Metro, die in Perugia (Umbrien, Italien) im Einsatz ist:

Veröffentlicht in: on März 26, 2008 at 8:18 Kommentar schreiben

Kaiserin Elisabeth „Sissi“ in Meran

Ende des 19. Jahrhunderts, es war September, machte Kaiserin Sissi (*1837 + 1898) vierzehn Tage lang in Meran Urlaub und zwar auf Schloss Trauttmansdorff. Sie liebte es, in der Natur rund um Meran spazieren zu gehen und tatsächlich werben heute die „Gärten von Schloss Trauttmansdorff“ mit der „Sissi-Promenade“, auf der die Kaiserin von dort ins Zentrum nach Meran gewandelt sein soll.

Sissi

Mit dabei waren auch die zwei kleinen Töchter der Kaiserin. Als das milde Klima die Gesundheit der kleinen Marie Valerie schnell verbesserte und dies in der Presse veröffentlicht wurde, wurde Meran sehr bald zur Kurstadt für alle. Die Kaiserin machte mehrere Ausflüge, auch nach Dorf Tirol. Der Geschichte nach benutzte sie einen Waalweg des Ortes auf der Wanderung ins Spronsertal, wo Kaiserin Sissi die Quellen besichtigte und verkostete. Der zweite Urlaub auf Schloss Trauttmansdorff hatte einen traurigen Anlass. Einige Monate zuvor hatte sich der Sohn der Kaiserin das Leben genommen. 1889 verbrachte Sissi also ihre Tage in Meran sehr zurückgezogen und verließ nur selten das Schloss.

Veröffentlicht in: on November 16, 2007 at 12:42 Kommentare (1)
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Klimawandel – Bananen statt Äpfel?

Gestern war Live Earth, und das ist doch Grund genug sich um die Klimaveränderungen Gedanken zu machen. Vizepräsident Al Gore hat mit seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ durchaus den Kern der Problematik für viele Menschen sichtbar gemacht. (Gore ist natürlich nicht mehr Vizepräsident der USA, aber des Verwaltungsrates von Apple, und daher erlaube ich mir als Apple-Aktionär, ihn weiterhin so zu nennen). Überwältigend im Film ist jene Grafik, wo Gore mit einer Hebebühne nach oben fährt, um die dramatischste Erhöhung der CO2-Menge in der Luft seit 650.000 Jahren zu zeigen. Im Film kommen die europäischen Alpen gar nicht so selten vor, so zum Beispiel der Gletscher des Adamello, im gleichnamigen Naturpark gelegen. Der Klimawandel ist bei uns also auch ein Thema. Was mich freut, ist dass unsere Politiker – jedenfalls auf lokaler Ebene – durchaus das Problem erfasst haben. Vor allem im Bereich der Reduzierung des Energieverbrauchs der Häuser hat z.B. das Klimahaus-Südtirol-Projekt Maßstäbe gesetzt, von denen nicht nur andere italienische Regionen lernen können. Jedenfalls, was erfreulich ist – haben in den letzten beiden Monaten die Temperaturen wie auch die Niederschläge für eine Entspannung der Lage – auch auf den Gletschern – gesorgt. Dennoch wissen wir alle, dass der Trend zu einem heißeren Europa und auch zu einer wärmeren Alpenregion Realität ist.

In Lana bei Meran hat nun ein Apfelbauer die Konsequenz gezogen und seine Äpfelbäume durch Bananenstauden ersetzt. „Die halten bis zu minus 15 Grad aus“, sagt Bauer Martin Laimer gegenüber der Tageszeitung „Alto Adige“. Beim traditionell milden Klima in der Meraner Umgebung sollte dies also zu schaffen sein. Allerdings brauchen das neue Obst aus Südtirol sehr viel Wasser, und glücklicherweise gibt es in der Gegend ja die Waalsysteme zur Bewässerung…

Obstmarkt in Bozen

Veröffentlicht in: on Juli 8, 2007 at 8:29 Kommentare (1)